Der HEDD Audio HEDDphone TWO GT positioniert sich mit seinem innovativen Air-Motion-Transformer und einem Preis von 2.199 Euro klar im High-End-Segment. Der offene Over-Ear-Kopfhörer verbindet technische Exzellenz mit hohem Tragekomfort.
Was sind Knochenschall-Kopfhörer?
Kopfhörer, die Klang nicht per Lautsprecher, sondern per Vibrationen an das Innenohr weiterleiten, nennt man Knochenschall-Kopfhörer (englisch: bone conduction). Knochenschall-Kopfhörer nutzen also das Prinzip der Knochenleitung, bei dem der Schall über die Wangenknochen und den Schädelknochen zum Innenohr geleitet wird. Dort angekommen regen sie die Flüssigkeit und die Flimmerhärchen der Hörmuschel zum Vibrieren an.
Vorteile von Knochenschall-Kopfhörern
Zunächst wäre hier zunächst der Aspekt der Sicherheit zu nennen: Da die Ohren nicht abgedeckt werden und daher komplett frei bleiben, bleibt ihr akustisch stets mit eurer Umgebung „verbunden“, was die Sicherheit im Straßenverkehr oder bei sportlichen Aktivitäten stark erhöht.
Hinzu kommt der Tragekomfort: Wenn euch Over-Ear- oder In-Ear-Kopfhörer auf oder in den Ohren Unbehagen bereiten, könnt ihr dank der Bauweise von Knochenschall-Kopfhörern dies vermeiden. Diese Art von Kopfhörern bestehen meist aus einem weichen Nackenbügel, der an seinen Enden kleine vibrierende „Kästchen“ besitzt, die in etwa an euren Schläfen sitzen. Hier gibt es keine Druckbeschwerden oder schwitzige Ohren!
Auch können Knochenschall-Kopfhörer für bestimmte Hörprobleme geeignet sein. Da der Schall eben das Trommelfell umgeht, können so Personen mit bestimmten Arten von Hörverlust von dieser Technologie profitieren.
Ideal ist diese Art von Schallübertragung für den Einsatz in und unter Wasser. Denn dadurch, dass keine Luft bewegt wird, sondern ein so genannter „Transducer“ den Schall vibrierend an das Schläfenbein überträgt, von wo aus er dann schlussendlich am Hörknochen landet, braucht es keine Membran.
Nachteile von Knochenschall-Kopfhörern
Das sicherlich größte Manko von Knochenschall-Kopfhörern ist deren Klangqualität: Im Vergleich zu Kopfhörern, die mit herkömmlichen Treibersystemen arbeiten, können Knochenschall-Kopfhörer nicht das gleiche Sound-Erlebnis bieten. Via Vibrationen kann vereinfacht ausgedrückt nicht der volle Frequenzumfang übertragen werden. Besonders in den Bässen und Höhen fehlen daher wichtige Signalanteile. Hinzukommt auch, dass die mögliche Lautstärke recht gering ist.
Was ein großer Vorteil ist, kann natürlich auch ein gravierender Nachteil sein. Denn wenn die Ohren freibleiben, damit Umgebungsgeräusche wahrnehmbar bleiben, bedeutet das im Umkehrschluss, dass laute Umgebungen die Wiedergabequalität stark beeinflussen und man unter Umständen kaum oder nichts von seiner Musik mehr hört.
Auch können Passform sowie Stabilität ein Manko darstellen. Die Passform kann variieren, und nicht alle Modelle passen gleichermaßen gut für jeden Kopf. Hier hilft nur Ausprobieren.
Sind Knochenschall-Kopfhörer gesund oder schädlich?
Auch das werden wir immer wieder von Lesern gefragt. Fakt ist: Es gibt keine Studien, die Knochenschall-Kopfhörer als direktes Gesundheitsrisiko darstellen. Ganz im Gegenteil: Da sie den Schall ja über Knochenleitung übertragen, entlastet ihr euer Trommelfell sowie euren Gehörgang. Wie oben bereits erwähnt, können Knochenschall-Kopfhörer für bestimmte Personen geeignet sein, die mit Hörproblemen zu kämpfen haben.
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